Lehrkräfte weiter stark belastet durch hohes Unterrichtsvolumen

Änderung der Pflichtstundenverordnung

Die GEW Hessen kritisiert die neue Fassung der Pflichtstundenverordnung. Das Kultusministerium hat die Änderung nicht dazu genutzt, um die Arbeitszeit der Lehrkräfte allgemein zu reduzieren. Die geleistete wöchentliche Arbeitszeit der Kolleginnen und Kollegen sind zu hoch und teilweise nicht mehr tolerierbar. Das zeigte bereits die Frankfurter Arbeitszeit- und Arbeitsbelastungsstudie aus dem Jahr 2020.
 

Neben der ausbleibenden Entlastung der hessischen Lehrkräfte, wird einer Gruppe eine bisherige Entlastungsmöglichkeit gestrichen. Mit Wirkung zum zweiten Schulhalbjahr 2022/2023 werden die Deputatsstunden für Schulkoordinatoren oder Schulkoordinatorinnen für Berufs- und Studienorientierung ausgesetzt. Ob es einen Ersatz gibt, konnte nicht abschließend geklärt werden.
 

Betroffene Lehrkräfte werden gebeten, sich bei der Landesrechtsstelle zu melden, um die Möglichkeit eines Klageverfahrens näher zu erörtern.
 

Die Pflichtstundenverordnung wurde Ende des Jahres 2022 geändert und enthält außer den genannten Punkten im Wesentlichen redaktionelle Anpassungen.

Erläuterungen zur Pflichtstundenverordnung im Mitgliederbereich unter dem Stichwort Arbeitszeit | Schule.