Energiekostenpauschale

Keine zeitnahe Auszahlung bei Einstellungen ab dem 2. September 2022

Pressemitteilung

Uns haben viele Anfragen von befristet beschäftigten Lehrkräften im Schuldienst erreicht, die sich neben dem ausgebliebenen Gehalt für September und dem nicht rechtzeitig ausgestelltem Landesticket vor allem sehr enttäuscht darüber zeigen, dass sie die Energiekostenpauschale nur deshalb nicht zeitnah erhalten, weil ihr Arbeitsvertrag einen Tag zu spät beginnt.

Zwar besteht auch für ab dem 2. September 2022 eingestellte Beschäftigte im laufenden Jahr ein Anspruch auf die Energiekostenpauschale. Sofern aber am 1. September 2022 kein Arbeitsverhältnis/Dienstverhältnis bestand, wird diese im Rahmen der Steuererklärung 2022 durch das Finanzamt automatisch berücksichtigt. Die Steuererklärung sollte daher möglichst frühzeitig erfolgen.

Die GEW Hessen bemängelt aber, dass aufgrund dieses Verfahrens für Lehrkräfte, die erst am 2. September eingestellt wurden, die Auszahlung durch die Finanzämter unter Umständen viel zu spät erfolgt. Insbesondere ist das dann ein Problem, wenn es sich um ein wegen einer Befristung prekäres Arbeitsverhältnis handelt.

Dies schadet nach Auffassung der GEW dem Ansehen des Landes Hessen als Arbeitgeber. Für prekär Beschäftigte besteht hier erhöhter Handlungsbedarf: Deshalb fordern wir, diesen Vorgang zu prüfen und eine zeitnahe, nachträgliche Ausschüttung der Energiekostenpauschale für befristet angestellte Lehrkräfte mit Vertragsbeginn 2. September 2022 zu erwirken.

Offener Brief